BCAAs und Protein
Die Einnahme von Proteinpräparaten muss immer in enger Verbindung mit der Gesamt-Nahrungszufuhr gesehen werden. Proteinkonzentrate und proteinreiche Nahrungsmittel sollten so über den Tag verteilt werden, dass etwa alle drei Stunden ähnlich große Proteinmengen aufgenommen werden. Nach dem Training ist ein Proteindrink aus folgenden Gründen vorzuziehen: Zum einen ist der Appetit nach einer intensiven Anstrengung meist nicht so ausgeprägt, dass man verlangen nach einer kompletten Mahlzeit hat, zum anderen stehen die leichtverdaulichen Drinks dem Organismus schneller zur Verfügung.
Anders sieht es aus, wenn neben Proteindrinks auch noch hydrolysierte Aminosäurenpräparate und BCAAs – hinter diesem Kürzel verbergen sich die verzweigtkettigen Aminosäuren L-Valin, L-Leucin und L-Isoleucin – zum Einsatz kommen. In diesem Fall können die Proteindrinks ganz nach Bedarf in den Mahlzeitenrhythmus eingebaut werden. Eine zeitliche Nähe zum Training muss nicht beachtet werden. Diesen Platz nehmen nun die Aminosäuren ein, und zwar die hydrolysierten vor dem Training und die BCAAs nach dem Training, da an letzteren der Bedarf in der ersten Phase nach dem Training besonders hoch ist.